Museen & Multimedia im Rahmen von Wachau 2010plus

Eigens für die Fotogalerie im Spitzer Schlosskeller wurde der "Spitzer Rahmen" entworfen. © Anna Lun
Jedes zweite Jahr wird eine neue Ausstellung im WachauLabor gezeigt. © Anna Lun

Die Wachau verfügt über mehrere attraktive Stadt-, Klein- und Regionalmuseen, die verschiedene historische und kulturelle Aspekte beleuchten und vermitteln. Einige wurden im Rahmen von Wachau 2010plus überarbeitet, erweitert oder komplett neu errichtet.

Dem Fährwesen wurde im Schifffahrtsmuseum Spitz eine Sonderausstellung gewidmet, die anschließend in verdichteter Form in die Dauerausstellung aufgenommen wurde. Ganz neu initiiert wurde die Fotogalerie Spitz – Ausstellungen, die sich mit der Kulturlandschaft Wachau beschäftigten –  in den neu beleuchteten Kellergewölben des Schlosses Spitz. In den dafür speziell entwickelten Wachauer Rahmen wurden u. a. Arbeiten von Inge Morath, Franz Hubmann oder Kurt Hörbst ausgestellt.

Das WachauLabor ist eine Ausstellungsfläche in der Nordbastei des Stiftes Melk, in dem die Schulgemeinschaft des Stiftsgymnasiums regelmäßig unter professioneller Anleitung Ausstellungen zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Wachau realisiert. 2012 wurde das im Rahmen des WachauLabors entstandene Tanzprojekt „Menschen einer Ausstellung“  beim deutschen Wettbewerb „Kinder zum Olymp!“ als einziges österreichisches Schulprojekt ausgezeichnet.

Neue Medien haben in die Kulturvermittlung Einzug gehalten. Von der FH St. Pölten wurden zwei Multimediainstallationen produziert. Filme, gemeinsam mit Licht- und Toneffekten, informieren über die Wehrkirche St. Michael, die Urpfarre der Wachau. Dadurch inspiriert wurde die Umsetzung einer lichtunterstützten Audioinformation in veranlasst, die dem vorbeiwandernden Gast seit Frühling 2015 die Geschichte der immer noch mit Wasserkraft betriebenen Hammerschmiede Pehn näher bringt.

Auch außerhalb von Gebäuden widmet man sich der Vermittlung von kulturhistorischen Themen und so wurden zwei Themenwege umgesetzt. In Dürnstein kann man seit 2012 auf dem Weg zur Ruine die wahre Geschichte über Richard Löwenherz und seine Gefangenschaft in der Dürnsteiner Burg erfahren. 2015 wurde in Melk der Rote Faden eröffnet, auf dem man ausgehend von der Infostelle einen informativen Rundgang durch die Stadt unternehmen kann.